UHRTURM-MUSEUM (SIGHISOARA/ SCHÄSSBURG)
Der Uhrturm beherbergt ein sehr interessantes Volkskunstmuseum Siebenbürgens.
Eine sehr schöne astronomische Uhr zählt die Stunden. Bunte Personen erscheinen regelmäßig auf der Fassade des Uhrturmes. Man kann sie von dem kleinen Café aus sehen, das neben den zahlreichen Geburtshäusern des Woiwoden Vlad Tepes, oder der Grafes Dracula, liegt...
Im Museums kann man sowohl die Funktionsweise des Mechanismus sehen als auch den Weg der Personen, nachdem sie ihre Aufführung hinter sich haben und in den Uhrturm einziehen.
Eine breite Treppe führt zu den Fluren und Sälen, in denen Gegenstände der Volkskunst ausgestellt sind, wie zum Beispiel das Schild eines Hutmachers, ein Dudelsack, geschnitzte und bemalte Koffer und Möbelstücke, die der von den Sachsen bewohnten Gegend charakteristisch sind.
Die roten Dekorationen sind charakteristich und deswegen sehr oft zu sehen. Die geometrischen Motive und die Blumenmotive sind von auserwählter Vielfaltigkeit im Rhamen einer sehr reichen, jahrhundertealten Geschichte der Volkskunst.
Ein ganzes Stockwerk ist der Keramik und den traditionellen Töpferwaren in Siebenbürgen gewidmet.
Außer dieser ausgestellten Töpferwaren stellt diese Abteilung des Museums eine Landkarte Rumäniens vor, in der die charakteristischen regionalen unterschiedlichen Dekostils dargestellt werden.
Sehr interessant zu bemerken ist, dass die Töpferware, die man kauft, insbesondere die von Corund, ganz und gar nicht representativ für die siebenbürgische Töpferware ist.
Das letzte Stockwerk des Museums ist unter anderem der schönen Kunst im XVIII. und XIX. Jh. gewidmet. Hier gibt es auch, unter vielen anderen, einen wuderschönen Schrank aus dem XVIII. Jh. mit Landschaften und Szenen, die das Leben auf dem Dorf darstellen, die an den Türen und an den seitlichen Wänden bemalt worden sind, und zwar in einem Stil, das an den Bildern von Watteau erinnert.
Alte Pendeluhren und Musikkästen werden zusammen mit verziertem Glas und Porzellan ausgestellt. Im Vergleich zu den anderen Abteilungen, ist es aber trotzdem nicht der interessanteste Teil des Museums, denn hier kann solche Gegenstäde bewundern, die auch in Museen und Sammlungen Westeuropas zu sehen sind.
Die Galerie, die sich im letzten Stockwerk des Uhrturms befindet, bietet den Besuchern einen herrlichen Ausblick, und zwar über die ganze alte Stadt und sogar über die neuesten Teile der Stadt. Die ganze Stadtstruktur wird als Nebeneinanderstellung der Häuserdächer gekennzeichnet.
© Photos E.Roussel
Übersetzung : Mihai Draganovici