VON SÂMBATA DE SUS AN DEN BÂLEA-SEE
Von Sâmbata de Sus führen zwei Wege weiter.
Der eine führt an der Landstraße entlang, die Fagaras durchquert. Das könnte die Gelegenheit bieten, diese befestigte Stadt der alten sächsischen Gegend zu besichtigen.
Der andere, der malerischer ist, führt zum Kloster Sâmbata de Sus. Nachdem man die Ebene hinter sich gelassen hat, die durch den Film „Gadjo Dilo" berühmt wurde, kann man gleich vor dem Kloster einen anderen Weg gehen, der durch den nicht weniger berühmten Wald führt, in dem die Liebesszenen gefilmt wurden...
Der erste Teil des Weges, bis Victoria, durchquert einen nicht asphaltierten Weg, aber in sehr gutem Zustand - so war er zumindest damals - reizvolle Dörfer der Gegend. Von Victoria nach Curtisoara führt er über eine dieser sehr interessanten Gegenden, die man in der Regel weit von den vielbetretenen Pfaden entdecken kann. Die Bewohner führen ihr Leben wie in den uralten Zeiten. Ihr Alltag ist kaum von dem materiellen Fortschritt der Welt beeinflusst worden.
Ab und zu erblickt man den Fahrweg Transfagaras, den man an den Bäumen erkennt, die ihn abgrenzen. Sie weisen uns den richtigen Weg.
Der Weg verlässt schnell die Ebene und führt tief in eine hoche Berggegend, die noch Mitte Juli teilweise mit Schnee bedeckt ist. Diesen Weg kann man auf jeden Fall nur bei schönem Sommerwetter befahren. Man kann den Großen Wasserfall von weitem erblicken. Eine kleine Seilbahn hat dieselbe Farbe wie die Glockenblumen.
Bevor man zum Wasserfall kommt, begegnet man auf dem Weg Wanderern, Radfahrern, Wagen ... aber auch diesen uralten Maschinen, die den Weg befahrbar erhalten, diesen herrlichen Weg, der wegen des strengen Winters in schlechten Zustand gerät. Schade, dass der schwarze Rauch der Maschinen die Landschaft für kurze Zeit beschattet.
In der Nähe vom Bâlea-See sind die felsigen Abhänge unterschiedlich gefärbt. Rund herum weiden die Schafe und
dabei kümmern sie sich nicht um den Reiz des touristischen Ortes, sondern nur um das leckere Gras...
Wir ließen uns von dem Anblick der Schafe verführen und nun müüsen wir zugeben, vergessen zu haben, den berühmten Bâlea-See zu fotografieren.
Nachher gingen wir durch einen alten aber schönen Tunnel, der von einem orangefarbigen Licht und von den Scheinwerfer der Wagen erhellt wurde.