(im Juni 2004 neubearbeiteter Artikel)

Die Kirchen aus dem Maramuresch wurden nach einem bestimmten Muster gebaut : mit einem Mittelschiff, über dem ein fast senkrechtes Dach hängt. Ihre Turmspitze erinnert an die gotischen Kirchen. Vor ein paar Jahren herrschten sie über die Dörfer, deren Häuser genauso traditionsmäßig wie die Kirchen gebaut wurden und der Gegend ein einmaliges Aussehen verleihen. Jene Zeit ist vorbei.
Die Kathedralen aus Beton mit weißem Verputz sind aber viel größer, sie versuchen die alten Kirchen nachzuahmen, indem sie Architekturelemente der moldauischen und walachischen Kirchen übernehmen. Heutzutage empfangen sie die Gläubigen (und die Touristen) und liegen entweder ganz nah, oder bestenfalls nicht weit von ihren kleinen Schwestern, die den Zeiten widerstanden.
Die meisten alten Kirchen werden heute nicht mehr benutzt, sie wurden zu „Denkmälern" herabgesetzt. Sie wurden gesperrt und der Schlüssel ist oft schwer zu finden...
Man muss die Eintrittskarte bezahlen. Die Innenbilder stammen meistens von den alten Zensurzeiten, es sei eine Regelung des Kultur- und Kultusministeriums, hat man uns gesagt. In manchen darf man noch fotografieren aber nicht filmen.
Die meisten verfügen nicht einmal über eine schriftliche Dokumentation, die einem die Möglichkeit gäbe, genau in Erinnerung das zu behalten, was man gesehen hat.
Wenn man aber davon absieht, merkt man, dass die kleinen Holzkirchen aus dem Maramuresch inmitten ihrer Friedhofen-Obstgärten noch strahlen. Sie führen auf eine Epoche zurück, wo der Glaube die Rumänen am Sonntag für den orthodoxen oder griechisch-katholischen Gottesdienst darin versammelte.
Wir werden hier nicht nur über die Kirchen vom Tal Iza erzählen sondern auch über andere, die sich in den angrenzenden Tälern liegen.