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Dorfmuseen in Rumänien
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Seit der zweiten Hälfe des XIX. Jh wurde die Idee lanciert, Bauernwirtschaften in Museen auszustellen. Angefangen hat es mt Sammlungen regionaler Trachten und dann wurden ganze Dorfmuseen gebaut.
Die Dorfmuseen sind mehr als eine einfache ethnologische Presentation der Vergangenheit Rumäniens. Sie zeigen, mehr als anderswo, die erstaunlichen Möglichkeiten der Rumänen sich der Umgebung anzupassen, auch ihren Erfindungsgeist im Schaffen von nötigen Werkzeugen und Gegenständen im Ackerbau, Handwerk und Haushalt, ihre Originalität in dem Ornamentieren sämtlicher handgemachten Gegenstände für jeden Bereich, die unter dem Sammelbegriff Volkskunst bekannt sind, die Intelligenz mit der sie den Lebens- und den Arbeitsraum in ihrem Haus und ringsherum organisieren.
Was das Bauen und das Aufrechterhalten der Dorfmuseen betrifft, müssen wir unbedingt die Geschicklichkeit der Arbeiter und der Handwerker erwähnen, Erben traditioneller Techniken, die heute noch im ganzen Land bekannt und angewendet werden. Sie haben alte Häuser oder Kirchen abgebaut und dann wieder aufgebaut. Ab und zu haben sie Häuser und Kirchen gebaut, so wie sie in den Dörfern, in denen sie stehen, sind.
Die Dorfmuseen sind Orte, wo man verschiedene Veranstaltungen organisieren kann, angefangen mit Volkskunstfesten, Ausstellungen, Einführungskurse in die verschiedenen Volkskunsttechniken, weil hier Handwerker tätig sind, die ihre Kunst vor oder sogar im Haus durchführen, wie zum Beispiel in Sibiu/ Hermannstadt, wo sie im allgemeinen am 15. August, für das grösste Vergnügen der Besucher dieses vorzeigen....
Erstaunlich ist, dass man auf den kleinen Straßen oder Gassen des Museums, wo man spazieren geht, Wächter sieht , die sich um das Haus kümmern, als ob es ihr eigenes wäre. Man mäht das Gras, das danach sorgfältig zum Trocken gelegt wird. Die Äpfel werden gepflückt, in den Gemüsegärten wächst schönes Gemüse. In Sibiu/ Hermannstadt haben wir eine Schafherde gesehen, die eine alte Sennhütte « bewohnte ». In Sighetu Marmatiei haben wir Frauen gesehen, die Teppiche, Bettdecken und sogar « Handtücher » (sie bilden gewöhnlich den Hintergrund für Ikonen oder für besonders wichtige Familienfotos) und sonstige Gewebe für den traditionellen Tracht webten. Sie arbeiten an alten Webstühlen, die man noch in den Bauernhäusern sehen kann, wenn man einfach von einem Haus zum anderen geht, denn jede Bäuerin kann noch daran arbeiten. In Negresti Oas reiben die Walkmühlen kräftig Bettdecken und Teppiche. Das Innere der Häuser ist sehr gastfreundlich, ruhig und mit viel Sorgfalt geschmückt, das Schöne wird geschätzt vor allem als ein Zeichen des Respekts gegenüber den Bewohnern und den Gästen. Es ist auch ein Zeichen großer Würde, wenn man weiss, dass diese schön dekorierten Häuser Personen gehören, die sich in großer wirtschaftlicher Not befinden. Und für uns ist es eine Lektion, wie man mit sehr wenigen Mitteln, aber mit viel Wissen etwas machen kann.
Außer den Museen im Freien gibt es auch kleine regionale ethnographische Museen, öffentlich oder privat, die wirklich sehenswert sind.
Im Jahre 1996, während eines unseren Ausflugs zu den von Touristen weniger bekannten Orten, waren wir auf der Suche nach der Kirche von Almasu Mare, die interessante Fresken haben sollte. Am Eingang ins Dorf sahen wir ein Plakat, auf dem stand : "Etnographisches Museum"
Wir hielten und fragten, ob wir das Museum besichtigen könnten. Es war in einem Privathaus, das Haus eines jungen Dorfpriesters.
Er zeigte uns, und sein Wissen war erstaunenswert, die ausgestellten Objekte, und zwar in einem perfekten Französischen. Es war das « Material » der Goldsucher, Gegenstände für den Ackerbau, aber auch einen « Schatz », erstaunliche aber interessante Gegenstände, die von der Vergangenheit Rumäniens erzählen, unter denen eine kleine handgebaute Maschine, die noch funktionstüchtig ist, und die elektrischen Strom erzeugt, gerade genug für eine Glühbirne.
Und, da er der Priester in der Kirche war, die uns interessierte, führte er uns auch dahin, aber nur nachdem er seine Priesterkleidung anzog und wir ein Glas Tuica (rumänischer Schnaps) kosteten, die wunderbar parfümiert war, und die er uns anbot um seine seit kurzem stattgefundene Hochzeit zu feiern....Noroc ! (Prost) !

Freilichtmuseen

(keine exhaustive Liste) :

Sibiu : Museum Astra
Baia Mare : Freilichtabteilung des ethnographischen Museums
Timisoara : Museum des Banat
Bujoreni : (Valcea) Dorfmuseum
Golesti : Museum für Obst- und Weinbau
Cluj -Napoca : Dorfmuseum Siebenbürgens
Sighetu Marmatiei : Museum von Maramures
Negresti-Oas : Museum von Oas
Lupsa (Aries Tal) : Dorfmuseum
Ethnologische Museen
Rasinari (Sibiu/ Hermannstadt)
Almasu Mare : (Salaj)
Suceava : Königliche Herberge
Bucarest : Museum des rumänischen Bauern
Brad : Museum des Goldes
Valenii de Munte (Prahova) Ethnologisches Museum
Fundeni Moldovei : Ethnologisches Privatmuseum
Rosia Montana : Freilichtmuseum des Bergwerks
Und viele andere....

Copyright Fotos : E.Roussel & Juby

Übersetzung : Mihai Draganovici


Warum dieses, warum jenes,
Fragen Sie das nicht,
GEHEN SIE HIN UND SEHEN SELBST
...








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