Von Berca führt der endlich gut markierte Fahrweg über eine dürre und rauhe Berggegend zu den Erdölfeldern. Die Landschaft wird von den Regenfällen ausgewaschen, deren Wasser ununterbrochen über die Ebenen, wo die Schafe weiden fließt. Wir begegnen einer Schafherde, die sehr wohl in ein phantastisches Märchen passen würde, denn sie hat die Farbe des Erdöls und des Bodens. Die Tiere drängen sich zusammen und versuchen den dünnen Schatten zu genießen, den ihnen ein paar kleine Bäume spenden.
Auch heute stehen die Ruinen der Erdölförderungsanlagen, die noch vor zehn Jahren im Betrieb waren. Sie sind der grausige Überrest einer Epoche, in der fast keine Spur der Mechanisierung zu finden war.
Die heute funktionierenden Erdölpumpen bewegen sich unaufhörlich, den Heuschrecken ähnlich, auf und ab und verstärken den surrealistischen Eindruck, den dieser Ort macht
Ein bisschen weiter, fast am Rande des Hanges, in der Nähe der leeren Erdölförderungs-gebäuden lässt sich der steile Pfad sehen, der zu den Schlammvulkanen führt.
Ehrlich gesagt ist es ein bisschen übertrieben im Falle der „Noroiosi" (den Schlammigen) über Vulkane zu sprechen, nachdem man die riesigen Vulkane Italiens gesehen hat. Worin besteht aber ihr Reiz, der die Touristen immer wieder zum Herkommen bewegt ?
Es handelt sich um eine kuriose Erscheinung der Geologie, die mit der Vulkanentstehung zu tun hat.
Methangasblasen steigen empor und platzen an der Oberfläche in der schlammigen Masse und lassen dabei Geräusche wie beim Sieden entstehen, und das inmitten einer verwüsteten Mondlandschaft, obwohl man in der Ferne das grüne Gebirge sieht.
Vielleicht verstärkt diese Grenze selbst das Gefühl, dass man sich in einem eingeschlossenen Gebiet außerhalb der Welt und der Zeit befindet. Dann ist es egal, ob diese Blasen kein großes Geheimnis sind,
wir überlassen uns dem Traum.
Die zwei Gegenden sind ein paar Kilometer voneinander entfernt, die Piclele Mari und Piclele Mici tragen Namen, die sofort die Aufmerksamkeit erwecken . Vom Hörensagen weiß ich, dass es auch in der Nähe von Sibiu/Hermannstadt eine ähnliche Gegend gibt. Das konnte ich aber noch nicht überprüfen.
Wir wollen jetzt anhand der Bilder einen Spaziergang durch diese Gegend machen...
Copyright Fotos : Eliane Roussel
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(Überzetzung : Mihai Draganovici)