Das Suha-Tal liegt zwischen Frasin und Silpicani und ist eine der Möglichkeiten, zum Urwald Slatioara zu kommen,
wird aber selten von den Touristen besichtigt. Vor uns enthüllt sich hier die wahre Bukowina, mit ihrem beim Niederwasserstand langsam fließenden Fluss, ihren kleinen Dörfern mit typischen Häusern, Brücken und Holzstegen, die zur modernen Welt kaum passen. Sie sind nichts für die eleganten jungen Leute mit Straßenschuhen, für die ein Spaziergang zu einem wahren Kampf wird...
Die Tiere stolzieren hier oft in der Mitte der asphaltierten oder nicht asphaltierten Wegen, die eigentlich von wenigen Autos befahren werden. Enten, Gänse und Schafe und sogar ein Schwein, das am Straßenrande das von uns gereichte Brot liegend frisst, all diese Tiere führen ihr ruhiges Leben weiter, ohne sich von uns stören zu lassen ...
Wunderschöne verzinkte Verzierungen, die von den Zigeunern hergestellt werden, so wurde es uns erzählt, schmücken die Dachränder, so dass sie wie wahre Schmuckstücke oder prächtige Weihnachtsschokoladenschachteln aussehen...
Der Reiz dieses Dorfes besteht darin, dass die Bewohner eine Ehrensache daraus machen, ihre Häuser, Tore und Brunen mit solchen Handarbeiten auszuschmücken.
Einer dieser typischen Reize, der alle Häuser beim kleinsten Sonnenschein zum glänzen bringt, befindet sich auf dem Weg von Gura Humorului nach Falticeni über Paltinoasa. Da sie aber nicht zahlreich sind, bietet das Suha-Tal den Anblick einer diskreten Mischung von Holz und Metall an.
Die Landschaft ist freilich der klassischen Vorstellung von der Bukowina kaum ähnlich, aber dieses kleine vergessene Tal gehört zu den reizendsten Orten, die wir auf unseren Reisen durch Rumänien bewundern konnten...
Copyright Fotos : E.Roussel
Übersetzung : Mihai Draganovici