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Das Schaffen einer Ikone von A bis Z
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Die lange Arbeit für die Vorbereitung des Hintergrunds


Die hier beschriebenen Techniken sind diejenigen, die von dem Ikonenmaler verwendet wurden, der mein Lehrer war. Sie können wahrscheinlich kleine Unterschiede zwischen den Maltechiken der verschiedenen Maler entdecken. Die erste Etappe ist die Wahl eines Modells, und in Rumänien ist wirklich eine große Auswahl. Diese Modelle werden auch für Ikonen auf Glas verwendet. Damit die Malerei traditionell bleibt, muss aber der technische Fortschritt nicht ausgeschlossen werden. Anstatt der Modelle, die früher von den Malern gezeichnet und die manchmal von einer Werkstatt zur anderen übermittelt wurden, verwedet man die Photokopien, wobei man aber die Vergrößerungprozente streng berechnet, um sie an den Grund anzupassen.
Das für das Praktikum gewählte Modell "Christos Oanapekón" ist eine griechische Ikone. Das Kloster des Berges Athos hat eine Hauptrolle bei der Beschriftung dieser Ikone und bei der Ausarbeitung der Modelle gespielt, die entlang der ganzen orthodoxen Achse zirkuliert haben, sei es in Bulgarien, in Serbien oder in Rumänien. Die russischen Ikonen, die auch die rumänischen Maler beeinflusst haben, haben andere Stileigenschaften, insbesondere was den Anteil des Kopfes im Vergleich zum Körper betrifft. Der Ausdruck der Antlitze unterscheidet sich auch, und zwar soviel wie sich ein Gesicht der römischen Zeit von einem Gesicht der gotischen Zeit in der westlichen Kunst unterscheidet. Am Schnittpunkt dieser zwei Stileinflüssen befindet sich die rumänische Ikone.
Eine Photographie dieser Ikone, die früher von dem Maler geschaffen wurde, wird als Leitung für die Farben dienen, deren Wahl nicht dem Zufall gelassen wird. Er entspricht klarer Regeln, die durch die orthodoxe Tradition festgelegt wurden. Der Respekt ihrer Symbolik ist für den Ikonermaler sehr wichtig.
Das Bindemittel der Pigmente ist aus filtriertes Eigelb, um die Membrane zu eliminieren. Die Supermarkteier, die heute von Hühnern gelegt werden, die in der Batterie gezüchtet wurden und durch industrielle Produkte gefüttert werden, sind im Vergleich zu den Bauernhofeiern vorzuziehen, denn deren starke Färbung des Eigelbs ändert die Farbe der Pigmente. Was kein Fortschritt in der Ernährung des Menschen ist, ist ein Vorteil für die traditionelle Malerei....
Der Weinessig von Mizil (Prahova), ist für seine Qualität bekannt. Zusammen mit dem Eigelb gewährleistet er eine außergewöhnliche Festigkeit der gefärbten Schicht. Dieses Bindemittel wird auch für die Mauermalereien verwendet, die die Kirchen sowohl gestern als auch heute schmücken. Wenn es sich um Außenmalereien handelt, wird das Eiweiß mit dem Pinsel über die zu malende Oberfläche ausgebreitet, um eine Haftschicht zu bilden, und man verwendet danach für die Malerei dasselbe Bindemittel wie für die Ikonen auf Holz.
Der Grund der alten Ikonen war immer ein hartes Holz, das von Bäumen entnommen war, die an besonderen Zeitpunkten des Jahres gefällt wurden, und zwar von der beschatteten Seite der Berge. Er trocknete mehrere Jahren, bevor er verwendet wurde. Trotz all dieser Vorsichtsmaßnahmen bleibt das Holz ein organisches Material, das zu Strukturänderungen während der Jahre geneigt ist. Mit der Zeit entstehen Risse, die die Malerei beschädigen können. Einige Maler benutzen heute vorzugsweise Seeagglomerat, das - die Zukunft wird das bestätigen - besser die Jahre hindurch standhalten wird. Der Grund wird auf seiner ganzen Oberfläche gestrichen, um die Haftkapazität der Beschichtung zu gewährleisten. Eine Schicht von Hautklebstoff verstärkt die Haftkapazität der Schichten. Wenn trotzdem das Holz ausgewählt wird, dann ist die Aufziehung auf Leinwand notwendig, um zu vermeiden, dass die Änderungen des Holzes mit den Jahren eine Ablösung der gemalten Schicht verursacht.
Traditionell ist eine Beschichtung aufgrund von Klebstoff aus Kaninchen- und Gipshaut verwendet. Früher benutzten die Maler einen Gips, den sie selbst aus zerquetschtem Gips vorbereiteten. In Rumänien findet man leicht diesen Rohstoff vor allem in der Region von Turda. 5Die Benutzung von Fasergipsplattenklebstoff, den man mit einem organischen Klebstoff kochen läßt (Fischklebstoff und insbesondere Kaninchenhautklebstoff) verstärkt die Festigkeit und die Flexibilität der Beschichtung, denn das Holz bleibt ein lebendes Material, das durch seine Ausdehnungen und Zusammenziehungen die gefärbte Schicht beschädigen kann. Deshalb rechtfertigt sich die Benutzung einer modernen Zutat angesichts der Erfahrung, dass man mit der Konservierung der alten Ikonen gemacht hat.
Der Grund wird auf seiner ganzen Oberfläche mit Klebstoff aus Kaninchenhaut geleimt, um die Haftkapazität der Beschichtung zu verstärken. Für den auf Leinwand aufgezogenen Holzgrund gewährleistet ein zweites Leimen das vollkommene Haftvermögen des Stoffes am Holzgrund.
Die Beschichtung, die lange geheizt worden ist, wird in drei oder vier perpendikulare Schichten aufgetragen, die man dann trocknen lässt, und die man abschmirgelt, bevor die folgende Schicht aufgetragen wird. Die erste Schicht ist ziemlich flüssig. Sie sichert das Haftvermögen und die Flexibilität des Grundes. Die für jedes Auftragen aufgewärmte Beschichtung wird beträchtlich dicker bei den anderen Schichten. Es ist sehr wichtig, genug Beschichtungsmaterial vorzubereiten, um all diese Schichten mit nur einer Vorbereitung aufzutragen, denn Schichten von einer anderen Densität würden die Festigkeit der Ikone kompromittieren. Wenn die Beschichtung abgekühlt ist, dann wird ihre Oberschicht gelatinös. Eine letzte Glättschicht bedeckt die vorigen, die man sorgsam mit einem großen Schmirgel abgeschmirgelt hat, um eine vollkommene Ebenheit zu erhalten. Dieses Technik ist auch für die Dekorationsmalereien der Möbel verwendet worden. Sie bleibt momentan noch gültig, denn sie erlaubt, eine festere Malerei zu erhalten, also dauerhafter als mit gewerblichen Produkten wie zum Beispiel das Gesso.
All diese Vorbereitungsarbeit kann langweilig scheinen. Aber diese sind die Bedingungen der Dauerhaftigkeit der Ikone mit der Zeit.

© E. Roussel


Warum dieses, warum jenes,
Fragen Sie das nicht,
GEHEN SIE HIN UND SEHEN SELBST
...








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